Es begab sich zu einer Zeit.... Wie Goldmund entstanden ist.

Goldmund sei keine Fichte die schnell wächst und rasch verbrennt. Goldmund sei auch keine Eiche; langsam, starr und dunkel. Goldmund sei ein Kirschbaum mit gutem Holz, einer wunderschönen Blüte und süßen Früchten in jedem Sommer.“


2012

Zwei wunderbare Erzähler/innen finden den Weg in unser Team: Florian Bumm und Monika Lößl übernehmen Vorstandsaufgaben beim Verein. Frischer Wind, frische Ideen. Einer unserer Alumni, Reinald Rickmeyer, startet ein Erzählkunstfestival in Weikersheim (Rottenburg a.d. Tauber) - es heißt "Hört, Hört". Die Deutsche Gesellschaft betraut uns wieder mit der erzählerischen Vernetzung von deutschsprachigen Minderheiten in Ost- und Südeuropa: Auf dem Programm: Zagreb, Bratislava, Pecs, Cluc und Oppelen. Ein neues Erzählforum erblickt das Licht der Welt: Calvin und Elke sind Paten. Goldmund ist nun auch auf Facebook zu finden.

2011

Endlich können wir damit beginnen unsere Seminare in Österreich anzubieten. Unser künstlerischer Leiter kauft sich mit Freunden im Waldviertel ein altes (ziemlich verfallenes) herrschaftliches Haus und beginnt es zu renovieren. Das "Haus des Herzens" wie sie es nennen, soll einen großzügigen Seminarraum bieten. Marlis Kramer übernimmt nebst Reiseprojektleitung auch die Seminarorganisation und entwickelt, beinahe nebenbei, neue hervorragende Geschichten. Das Team als Ganzes wächst enger zusammen. Ein neues EU-Projekt wird angestoßen - die Entwicklung eines Geschichtenkoffers für den zweisprachigen Spracherwerb. Ja, und Kober legt sein Lehrbuch vor: "Die Könnerschaft mündlicher Erzählkunst" - wir sind alle sehr zufrieden :-) Er auch.


2010

Ein gutes Jahr für den Verein. Die Erzählforen wie auch die Seminare sind gut besucht,- Qualitätsbewusstsein macht sich breit. Erstmals wird ein Lehrgang im Begegnungshaus Deinsdorf zertifziert. Zukünftig sollen sich die Häuser Buchenried und Deinsdorf im Ausrichten der Lehrgänge abwechseln. In Bern eröffnet eine unserer Erzählerinnen, Roswitha Menke, einen Geschichtenladen - EintausendundZwei heißt derselbe und wird mit kräftiger Unterstützung von Goldmund München eine Woche lang zum Zentrum eidenössischer Erzählkunst - der Veranstaltungskalender der ersten Woche konnte sich wirklich sehen lassen. Des weiteren beginnt für Helga Gruschka und Norbert Kober ein neues erzählerisches Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft in Berlin. Die erste Reise führt nach Pecs - Kulturhauptstadt. Weitere Reisen werden 2011 nach Oppelen (Polen) und Klausenburg führen. Erstmals seit zwei Jahren wächst die Zahl der aktiven Vereinsmitglieder.


2009

Im Februar promoviert der Vorsitzende und Gründer von Goldmund zum Thema: "Die Könnerschaft mündlicher Erzählkunst". Die Arbeit wird sehr gut benotet. Kober kündigt ein Lehrbuch an - eines, dass man, im Gegenteil zur Dissertation, lesen kann :-) Die Erzählakademie entwickelt sich nach dem Einbruch des Vorjahres wieder sehr gut. Kober hat nun selbst die Geschäftsführung übernommen und entwickelt neue Seminare die vom Publikum gut aufgenommen werden. Allen voran das Seminar "Erzählen mit der Handklappmaulpuppe" mit Gerti Ksellmann und "Mach mit das Augenohrenkino" mit Bruno Wendnagel. Vereinsseitig bleibt es schwer die offenen Posten im Vorstand zu besetzten. Aber mit diesem Problem ist wohl jeder kleinerer Verein irgendwann konfrontiert. Die jährliche Erzählseminarreise "Leben, lachen und erzählen" geht nach Goldrain in Südtirol - eine bekannte und bewährte Lokation von Seminaren zum Biographischen Erzählen der Vorjahre. Viele "Wiederholungstäter" finden sich an dem schönen Ort ein und verwandeln die Mauern des Schlosses für eine Woche in eine Erzählburg voller Lachen und Freude. Der neue Lehrgang findet erstmals im Haus Buchenried am Starnberger See statt. Eine Freundschaft zwischen Kober und dem Leiter des Hauses, Herrn Schanz, die von den Münchner Erzähltagen her rührt, ist dazu Anlass. Die neue Lehrgangsgruppe entwickelt sich prächtig und verspricht schöne Abschlussabende im Mai 2010.


2008

Die nunmehr siebende Lehrgangsgruppe startete im März ihre Ausbildung, und bereits das zweite Mal im schönen Haus der Fam. Ruhland in Gstadt am Chiemsee. Anspruch und Professionalität wachsen, und es wird fraglich ob ein Ausbildungskonzept von 7 Wochenenden dem noch gerecht werden kann. Als ersten Schritt wurde auf 3 mal eine ganze Woche Präsenzunterricht umgestellt. Die Geschäftsführung durch Rita Steiner ist jedoch nicht von Glück begleitet. Bis Ende Oktober gelang es erst drei Interessenten für den Lehrgang 8 zu finden, obschon es sehr viele Interessenten für den Lehrgang gab. Steiner legt die Geschäftsführung nieder und das erste Mal in der Geschichte der Erzählakademie muss ein Lehrgang mangels Anmeldungen abgesagt werden. Kober erklärt die Akademie wieder zur Chefsache und übernimmt wieder selbst die Geschäftsführung. Die Mundwerkertour des Jahres 2008 ist ein eher mäßiger Erfolg: Das Programm "Dastunka und dalog´n" wird zwar vom Publikum recht gut angenommen, aber die Tour ist logistisch sehr ungeschickt geplant, und die sieben Lehrlinge erweisen sich großteils als "beratungsresistent" oder fühlen sich bereits als "Gesellen". Im Oktober lösten wir auch unseren Erzählladen in der Breisacher Str. in Haidhausen auf. Grund: Keiner nutzt ihn - jeder arbeitet von Zuhause aus. Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war allerdings die Ausrichtung des 1. Friedberger Erzählkunstfestivals Ende September. Die Leitung dafür hatten Norbert Kober (künstlerische Leitung) und Muck Stelzle (kaufmännische Leitung). Das Festival war künstlerisch ein Glanzstück (siehe Pressespiegel) - kaufmännisch blieb es allerdings weit hinter den Erwartungen zurück.


2007

Das Jahr beginnt mit einen wunderschönen Frühling und zwei Grundtvig-Reisen, - nach Schottland und nach Lettland. Beide Reisen sind romanfüllend - einfach einzigartig und unglaublich dicht. Fabula Narrata kommt langsam auf Touren und eine neue Geschäftsführerin für die Akademie taucht auf: Rita Steiner. Kurz darauf wird die Erzählakademie Österreich in Ried im Innkreis gegründet. Erwin Stammler wird im Februar 2008 erstmals den Lehrgang auch in Österreich anbieten - ein Termin der zu enthusiastisch ist, er wird auf 2009 verschoben. Die Sommertour der "fahrenden Mundwerker" ist feucht (20 Regentage) aber erfolgreich. Die Auftraggeber Bezirksheimatpflege und Klimawerkstatt der TU-München sind mit Kober und Klute zufrieden. Michael träumt immer öfter von einer eigenen langen Walz und es wird fraglich ob er 2008 noch zur Verfügung stehen wird. Auf jedem Fall finden sich erste Mundwerkslehrlinge: Dennis Madl, Jonathan Stöckle und Sonja Wimmer. Özlem Tetik verstärkt den Beirat, worüber wir alle sehr glücklich sind. Inga Sauer nimmt sich der Bibliothek an und wird wohl bald eine Ausleihbibliothek anbieten können. Im November erscheint ein neuer Lehrgangsflyer. Das Erzählcafe ist ins Cafe Wildwuchs umgezogen und erfreut sich wachsender Beliebtheit und nicht zuletzt Bekanntheit. Das erste Alumnitreffen für die erste Februarwoche 2008 wird anberaumt. Kober und Wendel streiten sich über Sorgfaltspflichten, in dessen Verlauf Wendel ihr Vorstandsamt niederlegt. Die Weihnachtsfeier wird erstmal von einer "Wintersonnwendfeier" abgelöst. Erstmals werden auch für Bewerber der Erzählakademie Bewerbertage durchgeführt.


Das Jahr 2006:

Unser fünfter Geburtstag am 25. Januar wird ein großes Fest. Ozlem erzählt eine Geschichte von der viele von uns rote Ohren bekommen. Das obige Bild entsteht an diesem freudvollen Abend. Die Wochen verfliegen in den Vorbereitungen für die Erzähltage im Herbst. Silke Schümmelfeder ist unsere erste Praktikantin - bald schon nennen wir sie den Goldmundengel. Wir nehmen sie in die Lehrgangsgruppe auf, mit dem Auftrag ein Goldmund-Greifswald zu gründen was sie tatsächlich auch umsetzt! Am 1. April findet unser erster Erzählerwettstreit am Giesinger Bahnhof statt: Kober gewinnt knapp vor Ploier. Bei der Jahreshauptversammlung des Verein wird Monika Wendel zur neuen künstlerischen Vorständin gewählt. Sie übernimmt auch die Leitung der Goldmund-Erzählakademie. In den Beirat werden Michael Klute, Moira Thiele, Marlis Kramer und Wolfgang Phillip aufgenommen bzw. in der Funktion bestätigt. Projektleiter sind nunmehr Marlisa Thumm (Mitgliederbetreuung) und Hedi Reinmann (Buchhaltung). Die Fussball-Weltmeisterschaft als Anlaß nehmend legten wir, gemeinsam mit dem Freien Musikzentrum, einen "Story-Cup" auf, den Sigi Reindl verdient gewinnt. Kurz darauf ereilt uns die freudige Nachricht, dass Goldmund von der EU eine beträchtliche Fördersumme zum Aufbau von Lernpartnerschaften zu Lettland und Schottland erhalten wird. Unser schottischen und lettischen Freunde besuchten uns dann auch während der Erzähltage und es war wundervoll. Die erste Reise der "fahrenden Mundwerker" begann am 23. August in Benediktbeuren und stellte sich als Medienmagnet heraus. Im Mittelpunkt standen allerdings nicht die beiden Mundwerksgesellen sondern die Mule Miss Rosalie und der Esel Don Claudius (14 Din A4-Seiten Pressespiegel). Kurz: Die Mundwerker entschieden sich, die Mundwerkerei auszubauen aber die beiden Tiere auf der Koppel zu lassen und gegen antike "Drahtesel" auszutauschen.
Die "2. Münchner Erzähltage 2006" verliefen sehr gut. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, lediglich das Presseecho war recht verhalten. Die Kulturkonkurrenz im Oktober in München ist schon sehr groß. Goldmund entscheidet mit dem neuen Kulturreferenten ein Gespräch über die Zukunft der Erzähltage zu führen und davon die Zukunft der Erzähltage abhängig zu machen - ein Gespräch, dass nie stattfand. Am 20. Dezember 2006 entließen wir unseren Gründer und Vorstand Norbert Kober in ein vorerst zweijähriges Sabbatical, um endlich seine Dissertation fertigzuschreiben. Abschiede sind Abschiede. Doris Selmaier eröffnet ein neues Forum "Literatur erzählen" - ein viel versprechendes Unterfangen in den Händen einer viel versprechenden Erzählerin.


Das Jahr 2005:

Am 12. Februar wird der Erzählladen eingeweiht. Schon um 20 Uhr kann der Laden von der Breisacherstraße her nicht mehr betreten werden. Der Grund: Überfüllung. Wenig später wird Goldmund mit der Ausrichtung der 2. Münchner Erzähltage 2006 beauftragt. Wir rotieren - vor Freude und vor Arbeit. Der Verband für Landschaftsbau integriert uns in sein Ausstellungskonzept für die Bundesgartenschau: Wir erzählen "Eden & Semiramis" über 23 Wochen hinweg mit insgesamt 28 verschiedenen Erzählerinnen und Erzähler und mit über 120 Gartengeschichten. Das größte Projekt, dass der kleine Verein bis dato hatte. Und als wenn das noch nicht genug wäre, setzt Christiane Schmidbauer dem noch ein Sahnehäubchen mit einem wunderbaren Erzählabend im Botanischen Garten drauf. Der Beirat verstärkt sich um Wolfgang Philipp, Andreas Deicke und Sylvia Koop. Andreas ist für die interne Kommunikation zuständig, Wolfgang gibt dem Erzählladen neuen Schwung, und Sylvia ist ein guter Engel, wo immer man sie braucht. Monika Wendel beginnt als erste Geschäftsführerin den weiteren  Ausbau der "Goldmund Erzählakademie". Das "Erzählcafe" von Pia Richter-Haaser und Marlisa Thumm wird zu einem großen Erfolg und zieht viele neue Erzählerinnen und Erzähler an (und Presse). Helga Gruschka bekommt für ihre Krankenhausprojekte Stiftungsgelder der Stadt und wird im Schwabinger Krankenhaus ins Betreuungsteam integriert. Gemeinsam mit Christiane Schmidbauer werden sie im Harlachinger und Schwabinger Krankenhaus zur absoluten Orientierungsmarke im "Erzählen mit und für Kinder" - aber es ist nicht nur schön, sondern auch schwer (Kinder-Onkologie). Axel Schmidmeier wie auch Charlotte Rumberg gründen vielversprechende Foren: "Experimentierkasten" und "biographisches Erzählen" - die aber leider wieder bald an "unterbetreuung" leiden und wieder eingestellt werden. Moira Thiele gründet ein weiteres Forum in dem Geschichten weiterentwickelt und erprobt werden: "Die Geschichtenwerkstatt". Die Erzähl-Seminarreise nach Kreta macht viel Spaß - finanziell ist sie aber ein Fiasko für den Verein. Im Oktober 2005 werden die Erzählstudentinnen und -studenten des dritten Lehrgangs zertifiziert. Die Leistungen auf den Projektabenden (künstlerische Abschlussprüfungen) sind festivalverdächtig. Den "Nachwuchserzählern" fehlt es aber noch an Repertoire.

Das Jahr 2004:

Goldmund bezieht seinen ersten eigenen Laden in München-Haidhausen: den 1. Münchner Erzählladen! Der Stolz ist groß - alle helfen ausmalen (war auch bitter nötig)! Das Eröffnungsfest soll zwar erst im Februar 2005 stattfinden, doch schon bald ist klar, dass der Laden "goldrichtig" ist. Axel Schmidmeier wird neuer kaufmännischer Vorstand. Das Erzählprojekt "Alt & Jung" erblickt die Welt. Helga Gruschka entwickelt den Goldmund-Geschichtenbaukasten und das Erzählen "mit und für" Kinder wird salonfähig. Die Erzählseminarreise nach Ungarn wird ein wunderbares Erlebnis - Weinberge, Therme usw. - finanziell ein totaller Reinfall. Sie muß aber trotz geringer Teilnehmer (4) stattfinden, da auf Bayern3 Radio Plätze verlost wurden. Erste private Erzähl-Foren erblicken das Licht der Welt: Allen voran "Seide, Safran, Sandelholz" von Moira Thiele und Christiane Haupt. Goldmund plant das Genre "autobiographisches Erzählen" kunstorientiert weiterzuentwicklen.
Die inhaltliche Vorbereitung wird zum Fass ohne Boden - kunstorientiertes biographisches Erzählen muß sich vom therapeutischen Erzählen klar unterscheiden. Es wird schwierig. Letztlich gelingt die Gratwanderung und die Erzählseminarreise nach Goldrain, organisiert von Marlis Kramer, wird zum großen Erfolg. Ab diesem Jahr wird "Biographisches Erzählen auf Schloss Goldrain" ein fester Bestandteil des Goldmundjahres sein. Marlisa Thumm nimmt die vom Vorstand vollkommen vernachlässigte Mitgliederbetreuung in die Hand und sorgt ab diesem Jahr liebevoll für alle "Goldmünder".

Das Jahr 2003:

Goldmund hat sich mittlerweile vollkommen auf künstlerische Fragen der erzählerischen Mündlichkeit spezialisiert. Der Wunsch mit narrativen Methoden auch betriebliche Aufgaben zu lösen scheint dem jungen Goldmund-Vorstand unbedeutend im Vergleich zu den anstehenden künstlerischen Herausforderungen. Und so dauert es nicht lange und die ersten Goldmund-Abende - Goldmunds Bühnenerzählkunst - finden in München statt. Die kleine Bühne in der Pestalozzistraße wird noch 2003 zu klein, so dass dringend eine größere gefunden werden muss. Und sie wird gefunden: die Bühne des WERKhaus in der Leonrodstraße,- eine ideale Erzählbühne. In diesem Jahr bietet Goldmund auch die ersten Erzählseminare an. Die langjährige Trainererfahrung Kobers in Verbindung mit einer klaren Kompetenzorientierung führen dazu, dass Goldmund eine eigenständige Erzähldidaktik entwickelt, die sich an Theaterpädagogik und Rhetorik orientiert. Die Erzählseminare von Goldmund kommen gut an. Sie werden innerhalb eines Jahres bis zum berufsbegleitenden Lehrgang zum/r "Goldmund Märchen- und Geschichtenerzähler/in" ausgebaut. Ein Satzungsziel ist erreicht - Mündlichkeit durch "Erzählen-Können" zu fördern. Aus den ersten Lehrgängen entspringen zukünftige Mitstreiter für die "Mündlichkeit". Allen voran Helga Gruschka. Sie wird noch "die rechte Hand Kobers" genannt werden. Kurz darauf findet sich Christiane Haupt als künstlerische Vorständin ein - sie baut die Pressearbeit auf, die Goldmund über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt macht. Kober beginnt an der Uni Augsburg seine Doktorarbeit mit dem Titel "Erzählkompetenzförderung Erwachsener" - sie wird später den Titel: "Die Könnerschaft mündlicher Erzählkunst" heißen. Marlis Kramer wird zur Reiseprojektleiterin. Trotz großem Enthusiasmus entpuppt sich das Reisegeschäft als schwierig.

Das Jahr 2002:

Kober beendet seine Zeit an der Uni Saarbrücken und zieht nach München, seine Wahlheimat, zurück. Im Gepäck, einen Verein ohne Mitglieder - alle Gründungsmitglieder kehrten wieder in ihre Heimatländer, verstreut auf der ganzen Welt zurück. In München wurden gerade die 1. Internationalen Erzähltage ausgerichtet. Es ist grauer, kalter November 2002. Die Macherin der Erzähltage: Ludowika Huber. Sie wird die wichtigste Mentorin sein, die Goldmund in seiner Anfangszeit in München hat. Kober sammelt innerhalb von sechs Monaten einen neuen Vorstand und Beirat um sich.

Das Jahr 2000:

In einer Saarbrücker Tangobar lernt der Erzähler Norbert Julian Kober eine Wiener Geschichtenerzählerin kennen. Sie bittet Kober, in dem sie fälschlicherweise einen knallharten Betriebswirten vermutet, Wege aus dem finanziellen Fiasko vieler Erzähler aufzuzeigen. Da Kober am Europainstitut der Uni Saarbrücken ohnedies die Aufgabe übernommen hatte eine Fallstudie zum Thema "narrative Methoden im Wissensmanagement" zu verfassen, baute er die Wünsche seiner Kollegin ein und entwickelte die Fallstudie mit dem Namen: "Das märchenhafte Unternehmen". Die Fallstudie wurde mit 12 Studenten über 17 Stunden hinweg bearbeitet und wenig später war Goldmund geboren, so groß war die Begeisterung für die Idee der "erzählerischen Mündlichkeit" so sehr der Wunsch den "Erzählern" neues Terrain, und damit Zukunftsperspektiven, aufzuzeigen. Am 21. Januar wurde im Vereinsregister Saarbrücken der Verein Goldmund e.V. eingetragen. Der Anfang war geschafft - sieben (Gründer-) Herzen pochten als die Satzung unterzeichnet wurde.